Kopf- Hals- Krebs Zentrum Emscher Lippe

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Sie haben sich wegen des Verdachts auf eine Tumorerkrankung oder wegen einer bereits gesicherten Tumorerkrankung in unsere Betreuung begeben. Wir werden alles uns Mögliche tun, um Ihre Erkrankung gut zu untersuchen und Sie dann nach unseren Standards zu behandeln. Zu dieser Betreuung gehört es auch, Sie und ‐ wenn Sie es wünschen ‐ Ihre Angehörigen gut zu informieren. Wann immer es geht, werden wir Ihnen einen begründeten Rat geben. Wir werden deutlich machen, was wir für den besten nächsten Schritt halten. Dennoch sind wir aus verschiedenen Gründen verpflichtet, Ihnen immer wieder auch Alternativen aufzuzeigen. Letztendlich müssen Sie sich in vielen Situationen entscheiden, aber wir werden Ihnen dabei helfen.

Immer wieder werden wir versuchen, uns in Ihre Situation hineinzuversetzen, aber andererseits müssen wir auch bemüht sein, für Sie einen kühlen Kopf zu behalten.

In der Tumorbehandlung des Kopf‐Hals‐Bereiches haben sich in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern Leitlinien entwickelt, die nicht immer schriftlich veröffentlicht sind, aber in der täglichen Routine gelebt werden. Diese werden wir Ihnen in den folgenden Abschnitten erklären. Bei aller Standardisierung ist uns aber die Lebensqualität des einzelnen Patienten mindestens ebenso wichtig, wie der messbare Erfolg in der Tumortherapie. Deshalbkönnen wir gemeinsam von diesem Standard abweichen, wenn Sie dies ausdrücklich wünschen oder es uns zusammen aus wichtigen Gründen für geboten erscheint. Zwar streben wir zunächst einmal die vollständige Heilung von der Tumorerkrankung an. Allerdings ergeben sich immer wieder Situationen, in denen gemeinsam entschieden werden muss, ob die Zerstörung des Tumors mit allen Mitteln angestrebt werden soll und damit auch therapiebedingte Nebenwirkungen in Kauf genommen werden müssen. In derartigen Situationen kann es unter Berücksichtigung Ihrer Lebensplanung auch sinnvoll und vernünftig sein, nicht alle diagnostischen oder therapeutischen Mittel einzusetzen und mit eine Verzögerung des Tumorwachstums oder mit eine Behandlung der Symptome zufrieden zu sein. Diese nicht immer einfachen Entscheidungen, die wir mit Ihnen zusammen treffen müssen, nennen wir Individualisierung der Behandlung.

Im Marienhospital Gelsenkirchen etabliert sich das Kopf‐Hals‐Zentrum innerhalb des Tumor‐Zentrums Emscher Lippe. Die Federführung bei der Untersuchung der Tumoren der Kopf‐Hals‐Region hat die Abteilung für Hals‐Nasen‐Ohren‐Heilkunde, Plastische Operationen (Chefarzt: Prof. Dr.med. Ph. Dost) inne. Partnerschaftlich arbeitet diese HNO‐Abteilung zusammen mit der Abteilung für radiologische Diagnostik und Nuklearmedizin (Chefarzt: Priv.‐Doz. Dr. U. Keske) und mit der Abteilung für Inneren Medizin, Onkologie (Chefarzt: Dr. J. Schirp). Von außerhalb unterstützt uns das Institut für Pathologie an den Städtischen Kliniken Leverkusen (Chefarzt: Dr. Jaussi) und die Klinik für Strahlentherapie der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen (Chefarzt: Dr. Adalbert Waida). Bei Bedarf ziehen wir die Abteilungen des Marienhospital hinzu und arbeiten mit hochspezialisierten Kliniken und Instituten in Deutschland zusammen, wenn es gilt seltene Fragestellungen zu beantworten oder ungewöhnliche Tumoren zu behandeln. Für die besonderen Probleme der Patienten, die am Kehlkopf operiert werden, steht uns die Selbsthilfegruppe der „Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten“ zur Seite.

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